Eine Fort- und Weiterbildung im Beruf nutzen

Ausbildung Podologe/in - schulisch oder berufsbegleitend Fußheilkunde erlernen

Die Podologie ist ein Bereich, der in die Kategorie medizinische Fachberufe gehört. Es handelt sich um eine interdisziplinäre (fachübergreifende) Tätigkeit. Mittelpunkt der Podologie sind Nägel und Bänder, Muskeln sowie Gelenke und Knochen des menschlichen Fußes. Die Podologie wird oft auch als medizinische Fußpflege, Fußheilkunde oder Fußorthopädie bezeichnet.

Daher arbeiten Podolog/innen normalerweise eng mit der Orthopädie, Ergotherapie oder Dermatologie zusammen. Bei Fußproblemen sollten sich speziell ältere Personen stets an medizinische Fußpfleger/innen (Podolog/innen) wenden. Dies gilt besonders dann, wenn beispielsweise Erkrankungen wie ein Diabetes vorliegen.

Wer eine Ausbildung als Podologe/in anstrebt, wird mit sehr unterschiedlichen Tätigkeiten konfrontiert. Dazu gehören beispielsweise die Behandlung schmerzender Bereiche an den Füßen, die Beseitigung überschüssiger Hornhaut, Hühneraugen und Warzen, die medizinische Behandlung von eingewachsenen Fußnägeln und Entzündungen sowie die Konstruktion künstlicher Fußnägel und spezielle Massagen. Patienten erhalten zudem eine individuelle, ausführliche Beratung.

Podolog/innen betrachten Füße also sehr genau und ganzheitlich. Patienten kommen normalerweise mit einer Überweisung ihres behandelnden Arztes in eine podologische Praxis. Dort wird die Diagnose nochmals überprüft und anschließend die individuelle Art der Behandlung besprochen und entschieden.

Für die Ausbildung als Podologe/in müssen Interessierte normalerweise 24 Monate einplanen. Allerdings ist die Ausbildung auch innerhalb von 36 Monaten berufsbegleitend möglich. Es handelt sich um eine sogenannte schulische Ausbildung (Berufsschule), die mit einem längeren Praktikum abgeschlossen wird. Das Praktikum wird meistens in einer Podologie-Praxis durchgeführt, damit zukünftige Podolog/innen direkt Erfahrungen mit Patienten sowie dem Ablauf von unterschiedlichen Arten der Behandlung machen können.

Während der Ausbildung werden Kenntnisse vermittelt, die sich mit Füßen und deren Muskeln, Sehnen und Knochen befassen. Dadurch wissen Auszubildende letztendlich, wie gesunde Füße und Zehen aussehen und wann eine Behandlung dringend erforderlich ist. Zudem werden Kenntnisse über Krankheiten und Ursachen vermittelt, die insgesamt bei Füßen auftreten können. Arzneimittelkunde und Tricks/Tipps, wie die Gesundheit der Füße erhalten werden kann, sind ebenfalls Bereiche der Ausbildung zum/zur Podologe/in.

Podolog/innen benötigen zudem einfühlsame wie auch kommunikative Fähigkeiten. Denn die meisten Patienten empfinden ihre Fußbeschwerden oft als unangenehm. Viele Betroffene verstecken daher lieber ihre Füße. Es liegt also bei den Podolog/innen, um diese eventuell gefährliche Einstellung zu korrigieren. Dafür ist es wichtig, dass Podologen:innen von Beginn an eine angenehme, vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen.

Auszubildende der Podologie sollten zudem ein gewisses organisatorische Talent mitbringen, da Befunde/Diagnosen, Behandlungen und Heilprozesse dokumentiert werden müssen. Es ist also auch eine Aktenführung sowie gewisse Recherche zu Krankheiten notwendig.

Nach abgeschlossener Ausbildung als Podologe/in stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um den Beruf auszuüben. Dies kann in einer Praxis, einem Reha-Zentrum oder Seniorenheim, Hotel sogar einer Physiotherapeuten-Praxis sein.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie bei der Fit-Bildungs-GmbH.